Habt ihr euch schon immer mal gefragt, wer eigentlich unser Schulleiter ist und was seine Aufgaben sind oder warum unsere Schule ihn braucht?
Wir haben Herrn Dünhöft für euch im Interview über seine Vergangenheit, seine Aufgaben an der RSW und seine Hobbys befragt.
Anna: Hallo Herr Dünhöft, können sie sich für alle einmal vorstellen?
Herr Dünhöft: Mein Name ist Ralf Dünhöft, ich bin Schulleiter der Realschule Wickrath und das seit knapp 13 Jahren schon. Vorher war ich 13,5 Jahre Konrektor in Nettetal. Ich wohne in Viersen, bin verheiratet und habe zwei Töchter.
Anna: Haben sie auch Hobbys, die sie nach der Schule machen?
Herr Dünhöft: Ich tippe die Fußball Bundesliga in einer 14 köpfigen Tipp-Runde schon seit über 20 Jahren, ich bin nämlich Fan vom SV Werder Bremen. Ich habe mit 50 Jahren angefangen Tennis zu spielen und natürlich lese ich auch oder schaue abends mal Fernsehen oder Netflix.
Kyle: Sind sie eher rational oder emotional?
Herr Dünhöft: Total emotional. (Lacht) War aber leider ein Scherz, da müsst ihr mal Frau Bückmann fragen was sie dazu sagt.
(Wir haben Frau Bückmann gefragt und sie sagt, er ist eher rational, deswegen passen sie auch so gut zusammen und sind so ein gutes Team)
Anna: Was war ihr Lieblingsfach in der Schule und welches Fach mochten sie vielleicht nicht ganz so gerne?
Herr Dünhöft: Wenn ich mich richtig erinnere war Englisch früher immer gut, aber was ich nicht mochte war auf jeden Fall Biologie.
Kyle: Wenn wir schon bei der Schule sind, macht ihnen der Job Spaß?
Herr Dünhöft: Gut, es ist nicht das erste Wort was mir dazu einfällt. Es ist sehr anstrengend und leider ist es ja so, es passiert ja auch sehr viel Gutes und Positives in den Schulen, aber bei mir landet natürlich oft das was problematisch ist, wo ich Lösungen für finden muss. Also es ist sehr interessant aber auch sehr aufregend. Spaß ist vielleicht das falsche Wort, es ist vielleicht sehr abenteuerlich.
Anna: Waren sie vorher nur in Nettetal an der Schule oder noch an anderen Schulen?
Herr Dünhöft: Nein, ich bin jetzt 13 Jahre hier, davor war ich 13,5 Jahre in Nettetal, dann war ich 1 Jahr in Mecklenburg Vorpommern als Vertretungslehrer und ich war 2 Jahre als Referendar an einem Gymnasium in Hannover.
Anna: Heißt, noch ein halbes Jahr dann haben wir den Rekord von Nettetal gebrochen. ( lacht )
Herr Dünhöft: Ja, dann ist Gleichstand ( lacht )
Anna: Um wie viel Uhr fängt ihr Schultag an und um wie viel Uhr endet ihr Schultag?
Herr Dünhöft: Um 7.35 Uhr fange ich an, wenn der Konrektor nicht da ist, müsste ich früher anfangen um den Vertretungsplan zu machen. Aber da haben wir ja Glück, dass Herr Napiwotzki und Frau Bückmann immer da sind. Ich versuche ca. um halb vier, vier das Haus zu verlassen, aber das mache ich davon abhängig, ob es noch was zu tun gibt oder nicht, wenn es noch was zu tun gibt, dann ist offenes Ende. Da ich immer mit dem Fahrrad und Zug zur Schule komme, muss ich auch ein bisschen auf den Fahrplan achten.
Kyle: Was für Fächer unterrichten sie so ?
Herr Dünhöft: Ich unterrichte Englisch und Geschichte.
Anna: Haben sie noch irgendwelche andere Fächer studiert?
Herr Dünhöft: Nein, nur die beiden.
Anna : Wie sieht denn so ein typischer Tagesablauf als Schulleiter aus?
Herr Dünhöft: Wenn alles so klappt, wie ich es mir vorstelle, bin ich um 7.35 Uhr hier und dann habe ich meistens ein Zettel mit Aufgaben auf dem Schreibtisch liegen, den ich mir selber geschrieben habe. Ich habe viele Emails, auf die ich reagieren muss. Also das Alltagsgeschäft variiert mit Problemen und Aufgaben, wie z.B. kranke Kinder oder Leute, die ein Interview wollen oder Eltern, die mich sprechen wollen. Das nimmt sehr viel Zeit in Anspruch. Und dann müssen Konferenzen vorbereitet werden, Zeugnisse oder natürlich die Elternabende.
Kyle : Wie sieht es mit den Klassenarbeiten aus, müssen sie wirklich jede einzelne korrigieren, nachdem die Klassenlehrer sie kontrolliert haben?
Anna : Ich habe mal mitbekommen immer die Schlechteste, Mittlere und Beste, stimmt das?
Herr Dünhöft: Ja, es ist so Herr Napiwotzki und ich haben uns die Klassenarbeiten aufgeteilt. In der Regel kontrolliere ich die Fächer Englisch, Deutsch, Kunst und Französisch und Herr Napiwotzki kontrolliert die Fächer Mathe, Sowi und Informatik und dann bekommen wir immer nicht unbedingt die Beste und Schlechteste, sondern eine gute, eine mittlere und eine schlechte Arbeit. Und dann blättere ich durch und schaue ein bisschen welche Aufgaben gestellt wurden und wie sie bewertet werden, weil ich ja auch unterschreiben muss, dass ich sie gesehen habe. Und dann bekommt der Lehrer sie wieder und darf sie an die Schüler verteilen.
Anna: Ist das bei Herr Napiwotzki und ihnen so, dass wenn sie Klassenarbeiten schreiben, das es reicht wenn sie oder Herr Napiwotzki unterschreiben oder muss der jeweils andere die Klassenarbeit unterschreiben?
Herr Dünhöft: Ja genau, da muss ich für mich selbst die Verantwortung übernehmen, seine Mathearbeiten sehe ich auch nicht. Das könnte man machen, aber wir haben ja sowieso die Verantwortung, deswegen macht es keinen Unterschied.
Aber ihr stellt clevere Fragen.
Anna: Danke. Was müssen sie so machen, was die Lehrer nicht machen müssen ? Es gibt ja wahrscheinlich auch Aufgaben, die die Lehrer machen müssen, die sie aber nicht machen müssen?
Herr Dünhöft: Also, es gibt Dinge wie die Klassenleitung, die hat man als Schulleiter normalerweise nicht, da bin ich auch sehr dankbar drüber, denn Klassenlehrer zu sein ist sehr zeitintensiv und auch sehr anstrengend. Man hat 28 Kinder, um die man sich kümmern muss und man hat die Verantwortung an alles was daran hängt zu denken, wie zum Beispiel Klassenfahrten, die Probleme in der Klasse zu lösen, Elternbriefe zu schreiben, Ausflüge zu planen, Geld einzusammeln und noch vieles mehr und diese Aufgaben müssen Herr Napiwotzki und ich zum Glück nicht übernehmen. Dafür bin ich auch sehr dankbar, wir haben ja das Glück sehr gute Klassenlehrer an dieser Schule zu haben, die sich sehr um ihre Klassen bemühen.
Kyle: Wenn Lehrer oder Schüler Ideen haben, muss man dann zu ihnen kommen für zum Beispiel Projekte, Ausflüge oder Verbesserungen?
Herr Dünhöft: Wenn jemand Ideen hat, gibt es für alles Gremien. Die Schüler haben die Schülervertretung, mit der Lehrerin Frau Löwe-Ortmann, wo die Schüler Ideen, die sie haben äußern können. Danach muss Frau Löwe-Ortmann über die Vorschläge mit den Klassensprechern und der freiwilligen SV diskutierten. Wir haben ja zum Beispiel jetzt das neue Spielgerät draußen, das war auch die Anregung vom Förderverein und von den Schülern. Im Moment sind wir dabei ganz viele neue Sitzbänke zu kaufen. Gemeinsam mit dem Förderverein ( Vorsitzende Stephanie Wintzen ) wurden auch schon viele Gespräche geführt. Die Idee für mehr Sitzgelegenheiten kam ebenfalls von der Schülervertretung. Jetzt werden im Laufe der Zeit die Sitzbänke vom Förderverein bestellt, vorraussichtlich werden wir ungefähr im März mehr Sitzgelegenheiten haben. Also wer Ideen hat, es gibt für alles Ansprechpartner, wenn es auf das Fach bezogen ist, gibt es die Fachkonferenz und für die Schüler die SV und für die Eltern die Schulpflegschaft und wenn Lehrer Ideen haben, müssen sie in die Lehrerkonferenz.
Anna: Okay, vielen Dank für das Interview. Wir haben viele Informationen bekommen und wir haben einen tollen Eindruck von ihrem Schulalltag erhalten.
Kyle: Ich bedanke mich auch für das Interview, es war wirklich interessant.
Herr Dünhöft: Kein Problem, immer gerne.



