Ein Beitrag der „Moment mal“-Redaktion

 

Liebe Leser,

heute geht es in unserer Schülerzeitung um das Thema ,,Mobbing".

Was ist Mobbing eigentlich? Mobbing oder mobben ist, wenn einer oder mehrere Personen regelmäßig eine bestimmte Person ärgern, quälen oder auch verletzen. Dies kann in der Schule sowohl auch in sozialen Medien passieren. Verschiedene Mobbinghandlungen sind z.B. Demütigungen, Lästern über das Aussehen anderer, Verbreitung falscher Tatsachen, Zuweisungen sinnloser Aufgaben, unangemessene Kritik an einer bestimmten Person oder auch ihrem Handeln. Die Person, die gemobbt wird, fühlt sich irgendwann nicht mehr wohl und hat Angst mit dem was sie tut raus zu gehen und zu ihrer Meinung zu stehen. Dies kann schlimm und sehr qualvoll enden und ist definitiv kein schönes Gefühl.

Dies kann ich leider durch persönliche Erfahrung bestätigen:

Meine Probleme haben bereits in der Grundschule begonnen.

Angefangen hat es schon in der 1. Klasse. Grund für das Mobbing war die Tatsache, dass ich eine Halbschwester habe. Mir wurde von anderen Kindern gesagt, dass es nicht gehen würde. Sätze wie : „Stell dir mal vor, es gäbe ein halbes Pferd. Ups, sie ist ja ein Pferd.“, musste ich mir immer anhören. Dabei kannten sie meine Halbschwester nicht einmal. Das Ganze wurde als Spaß angesehen und es wurde sich über mich lustig gemacht. Doch für mich war es schnell kein Spaß mehr.

Als ich 4 Jahre Grundschulzeit überstanden hatte und auf die weiterführende Schule kam, dachte ich es wird besser, doch es hat genau da angefangen, wo es aufgehört hatte. Ich weiß bis heute nicht, was der genaue Grund war. Ich habe alles in mich hineingefressen und mit niemanden geredet, bis ich selbst Angst hatte zur Schule zu gehen. Ich habe die ganze Zeit dumme Sprüche und Schimpfwörter gegen den Kopf bekommen. Ein Mädchen aus meiner Klasse hat das mitbekommen und hatte irgendwie Mitleid mit mir. Anfang der 6. Klasse sind wir dann zusammen zu unserer Vertrauenslehrerin gegangen.

Wir haben mit den Hauptpersonen geredet, doch das hat nichts gebracht, denn es hörte leider nicht auf. Als dann Corona kam und ich alle anderen erstmal nicht sah, dachte ich es wird besser. Der Abstand tat gut. Nach ca. 2 Wochen bin ich zu meinem Vater gefahren, hab ihm alles erzählt und blieb dann auch bei ihm. Wir sind zu dem Entschluss gekommen, dass ich zu meinem Vater ziehe, auch wegen meiner alten Klasse. Die ganze Situation wurde für mich unerträglich.

Nun bin ich in der 7. Klasse und fühle mich wohl hier an der RSW. Keine dummen Sprüche und kein Mobbing mehr. Endlich bin ich glücklich, auch wenn ich meine Mutter sehr vermisse.

Ich habe mich so viele Jahre nicht wohl gefühlt und bin immer mit einem komischen Bauchgefühl nach Hause gegangen. Ich wünsche das keinem anderen.

“Das, was ich selbst nicht leiden kann, das tu auch keinem anderen an”, daran sollten wir uns alle halten. Denn keiner hat es verdient gemobbt zu werden.